Was war den damals, vor 20 Jahren, als die meisten Lokale in Bern um zwei Uhr Nachts schliessen mussten und es noch keinen Nachtbus nach Hause gab?

© Raphael Moser, www.relational.ch
Es gibt wohl kein freieres Land als die Schweiz, Bern hat einiges zu bieten und wer hier nicht glücklich wird, ist in einer Stunde in Zürich, Basel, Lausanne oder Luzern. Schön wird das jetzt in einer Art Berner Strassenparade auch gefeiert!

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@raphaelmoser voila, was kurzes, bin stolz es auch ohne nachtbus geschafft zu haben. http://t.co/Kbb4kq2I
Der @mcw_bern weiss ja gar nicht wie das vor 20 Jahren war, der stand ja immer hinter den Plattentellern. http://t.co/Kbb4kq2I
Das Beste an Bern war schon immer der Zug nach Zürich ;-) ;-)
so einfach ist es nicht. das sousoul musste schliessen, das wasi hat massive einschränkungen bekommen und das bonsoir hat das messer auch am hals. ich habe am samstag mit vielen leuten gesprochen, auch mit sehr jungen. die wussten sehr wohl warum sie auf der strasse sind!
ich weiss wie bern ist ohne nachtleben. Als ich 16 jahre alt war, war bern tot! ich will in bern ein aktives abwechslungreiches nachtleben und kulturangebot, weil ich nach dem ausgang nicht noch 90 minuten heimweg will und weil der ausgang in bern nicht dasselbe ist wie in zürich. ja die leute sind anders und das ist gut so. es geht ja vor allem darum, das was jetzt ist zu erhalten! nicht mehr und nicht weniger.
…und zum kein nachtbus und die lokale schliessen um 2 uhr. ja die zeiten und bedürfnisse ändern sich! du hast ja auch nicht nur ein telefon mit wahlscheibe. ging ja auch mit dem vor 10 jahren.
Was soll ich jetzt dem @kusito zum Thema Nachtleben in Bern antworten? http://t.co/VYX7dn3J
Das sousoul musste nicht schliessen, sondern die Behörden haben die Vorschriften und Öffnungszeiten derart beschränkt, dass ein echter Betrieb nicht mehr möglich war und die Betreiber den Club in Würde und Ehre haben auslaufen lassen. Was die Behörden in Bern grad abziehen geht wirklich nicht und ich finde es toll, wie die Berner darau reagieren. Im internationalen Vergleich ist der Ausgang in Zürich eher lachhaft. Darum braucht es mehr als Züri in der Schweiz!
Lustig, dass Du Leu alles wie vor 20 Jahren noch haben möchtest, so hätte ich Dich echt nicht eingeschätzt…
also, das sousoul hätte mit den neuen öffnungszeiten wirtschaftlich nicht mehr überleben können. sprich, die rahmenbedingungen wurden so geändert, dass ein weiterführen ein risiko gewesen wäre. daher ist das für mich, ein schliessen müssen!
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@kusito & Renato
Hab jetzt nochmals schnell nachgelesen. Für das Soussoul standen scheinbar nie Öffnungszeiten zur Debatte, sondern Lärm war das Dauerthema. Hätte man das Fumoir aufgeben müssen, das durch Eigenbedarf des Vermieters gekündet wurde, hätte man die Leute draussen rauchen lassen müssen mit entsprechenden Lärmfolgen die wohl nicht mehr zu verantworten gewesen wären. Quelle
Wäre hier vielleicht nicht ein Verein dahinter und die Motivation anders, dann bin ich überzeugt, hätte auch eine neue Lösung an einem anderen Standort gefunden werden können.
Das Wasserwerk ist wohl seit Ewigkeiten immer am Rande des Schliessens, vielleicht einfach auch, weil heute die Konkurrenz gegenüber vor 15 Jahren viel grösser ist und man es vielleicht einfach nicht mehr schafft an die guten alten Zeiten heranzukommen. Da sind viele gekommen und wieder gegangen.
Ich denke das schwierigste ist, dass private Veranstalter in Konkurrenz stehen zu subventionierten Veranstaltern mit “Leistungsauftrag”. Der eine muss seine Miete selber bezahlen, dem anderen wird die Miete bezahlt.
Jener Satz vom Leu ist wirklich treffend:
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Ich denke das schwierigste ist, dass private Veranstalter in Konkurrenz stehen zu subventionierten Veranstaltern mit “Leistungsauftrag”. Der eine muss seine Miete selber bezahlen, dem anderen wird die Miete bezahlt.
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Genau das ist ein wichtiges Problem. Deshalb habe ich mich im Verein Nachtleben Bern auch engagiert. Wir fordern genau das: Die Flexibilisierung der Öffnungszeiten und gleich lange Spiesse für alle Betriebe. Wir wollen also nicht einfach die subventionierten Betriebe schliessen, wir wollen die Öffnungszeiten Flexibilisieren und so gleich lange Spiesse schaffen. Und das ist extrem wichtig, würde wohl auch dem Wasserwerk sehr helfen. Wobei das Wasserwerk auch selber wohl Fehler gemacht hat und man nicht alles auf “die anderen” abschieben darf.
Zu diesem Thema hier übrigens ein sehr interessantes Radio-Interview von unserem Verein Nachtleben Bern: http://goo.gl/Vb8Xo
“Was war den damals, vor 20 Jahren, als die meisten Lokale in Bern um zwei Uhr Nachts schliessen mussten…” http://t.co/wet2Uhrk via @leumund